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Die Zuweisung
Grundlage ist historischer Schmuck, der zu einer traditionellen Tracht gehörte.
Schmuckkünstler werden in diesem Jahr gebeten, ein traditionelles Schmuckstück aus der Trachtentradition zu wählen und dafür eine neue Form und/oder Anwendung zu konzipieren.

Erklärung:
Der immer persönlicher gestaltete Abschied von einem Verstorbenen hat auch Niederschlag bei Schmuckkünstlern gefunden. Trauerschmuck ist so alt wie die Menschheit und erlebt nun ein Comeback. “Necklace in C Amorphous” fertigte Carla Nuis. Nuis Arbeit war in diesem Jahr mit dem Erhalt des niederländischen Designpreises für “Vrije Vormgeving en Mode” für ein anderes Collier bereits schon einmal von Erfolg gekrönt. “Necklace in C Amorphous” ist ein Perlencollier aus kompakter Holzkohle. Das “C” steht für das chemische Element Kohlenstoff, die amorphe Variante des Diamanten. Die Perlen sind facettiert wie die aus dem 19. Jahrhundert stammenden Trauerschnüre aus Gagat (ebenfalls Kohlenstoff), die zur seeländischen Tracht gehören. Die Jury ist beeindruckt von der simplen wie effektiven Bearbeitung und der Art und Weise, in der Nuis mit den Lichteffekten des Materials spielt. Ganz der Tradition von Trauerschmuck entsprechend, sind die Perlen undurchsichtig und dunkel. Die besondere, seidenweiche Reflektion des Lichts zeigt jedoch diverse Abstufungen von Grau bis Schwarz. Das entspricht den seit altersher strikten Vorschriften der Gradation während der Trauer. Nuis hat, so die Jury, mit diesem fast minimalistischen Collier dem traditionellen Trauerschmuck ein neues Kapitel hinzugefügt.

Auszeichnungen während SIERAAD 2006:


Gewinner: Carla Nuis

Inspiration

Gewinner: Carla Nuis
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